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Wie steht es um die psychotherapeutische Versorgung in Würzburg? Christoph Schröder will es wissen

SPD-Volt fragt nach Wartezeiten, Versorgungslücken und möglichen Folgen der geplanten GKV-Sparmaßnahmen. Anlass für die Anfrage war die Sorge eines niedergelassenen Arztes aus der psychotherapeutischen Versorgung. Wie lange müssen Menschen in Würzburg auf psychotherapeutische Hilfe warten? Gibt es Versorgungslücken? Und welche Auswirkungen könnten die geplanten Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen auf die Situation vor Ort haben? Mit diesen …

SPD-Volt fragt nach Wartezeiten, Versorgungslücken und möglichen Folgen der geplanten GKV-Sparmaßnahmen. Anlass für die Anfrage war die Sorge eines niedergelassenen Arztes aus der psychotherapeutischen Versorgung.

Wie lange müssen Menschen in Würzburg auf psychotherapeutische Hilfe warten? Gibt es Versorgungslücken? Und welche Auswirkungen könnten die geplanten Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen auf die Situation vor Ort haben?

Mit diesen Fragen hat sich SPD-Volt-Stadtrat Christoph Schröder in einer schriftlichen Anfrage an Oberbürgermeister Martin Heilig und die Stadtverwaltung gewandt. Anstoß kam von einem niedergelassenen Arzt aus der psychotherapeutischen Versorgung, der seine Sorge über die weitere Entwicklung der Versorgungssituation schilderte.

Die Zahlen für Bayern geben Anlass, genauer auf die Situation vor Ort zu schauen: Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) ist die mediane Wartezeit zwischen einer psychotherapeutischen Sprechstunde und dem Beginn einer genehmigten Psychotherapie von 93 Tagen im Jahr 2019 auf 108 Tage im Jahr 2025 gestiegen. Bei Kindern und Jugendlichen lag sie 2025 bei 118 Tagen, bei Menschen ab 60 Jahren bei 121 Tagen. Die KVB äußert zugleich Kritik an geplanten finanziellen Begrenzungen psychotherapeutischer Leistungen.

Auch der Bezirk Unterfranken verweist auf mögliche finanzielle Folgen des geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes. Nach Angaben des Bezirks könnte daraus 2027 eine Mehrbelastung von rund 2,5 Millionen Euro entstehen, die bis 2030 auf bis zu 16,3 Millionen Euro anwachsen könnte.

Schröder möchte deshalb unter anderem wissen, welche Erkenntnisse der Stadt speziell für Würzburg zu Wartezeiten, Versorgungslücken und einer möglichen zunehmenden Inanspruchnahme von psychiatrischen, psychosozialen oder Krisenangeboten vorliegen. Außerdem fragt er nach dem Austausch der Stadt mit KVB, Gesundheitsamt, Bezirk und örtlichen Leistungserbringern.

Ein weiterer Punkt ist die Frage, ob die Stadt selbst Handlungsbedarf sieht – etwa bei Prävention, psychosozialer Beratung, der Vernetzung der Akteure, der Sozialplanung oder bei niedrigschwelligen Informationen über Hilfsangebote.

Christoph Schröder: „Wenn uns aus der Praxis zurückgemeldet wird, dass die Versorgung zunehmend schwieriger werden wird, sollten wir genauer hinschauen. Wir wollen wissen, wie die Situation konkret in Würzburg aussieht, welche Daten der Stadt vorliegen und wo wir als Kommune bei Prävention, Beratung und Vernetzung einen Beitrag leisten können.“

Wie ist die Situation in Würzburg konkret?
Darauf soll die Stadtverwaltung in der kommenden Stadtratssitzung am Donnerstag, 24. September 2026, eingehen.

Sobald die Antwort der Verwaltung vorliegt, aktualisieren wir diesen Beitrag und dokumentieren hier die wichtigsten Ergebnisse.

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