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Kiliani-Feuerwerk: Tradition bewahren, Alternativen offen prüfen

Das Kiliani gehört zu Würzburg. Das traditionsreiche Volksfest ist für viele Menschen ein fester Bestandteil des Sommers – und das soll auch so bleiben. Gleichzeitig erreichen uns immer wieder Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern, die insbesondere die beiden großen Feuerwerke kritisch sehen. Deshalb haben wir als SPD-Volt-Fraktionsgemeinschaft einen Antrag eingebracht, mit dem wir zunächst eine …

Das Kiliani gehört zu Würzburg. Das traditionsreiche Volksfest ist für viele Menschen ein fester Bestandteil des Sommers – und das soll auch so bleiben. Gleichzeitig erreichen uns immer wieder Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern, die insbesondere die beiden großen Feuerwerke kritisch sehen. Deshalb haben wir als SPD-Volt-Fraktionsgemeinschaft einen Antrag eingebracht, mit dem wir zunächst eine sachliche Entscheidungsgrundlage schaffen wollen.

Wie werden die Feuerwerke in Würzburg wahrgenommen?

2026 fanden sowohl zur Eröffnung als auch zum Abschluss des Kiliani große Feuerwerke statt. Insbesondere aus der Zellerau wurden uns Rückmeldungen zu Lärm am späten Abend, Belastungen für Familien mit kleinen Kindern sowie Auswirkungen auf Haus- und Wildtiere und die Umwelt zugetragen.

Wir möchten deshalb wissen: Sind dies Einzelmeinungen oder erreichen solche Beschwerden die Stadt regelmäßig? Gleichzeitig soll ausdrücklich erfasst werden, ob es auch positive Rückmeldungen zum Erhalt der Feuerwerke gibt. Unser Antrag bittet die Stadt daher um eine Auswertung der Rückmeldungen der vergangenen Jahre.

„Uns geht es nicht darum, das Kiliani oder seine Traditionen in Frage zu stellen. Aber Tradition und Weiterentwicklung schließen sich nicht aus. Bevor wir über Veränderungen diskutieren, sollten wir zunächst wissen, wie die Feuerwerke wahrgenommen werden, was sie tatsächlich kosten und welche Alternativen heute realistisch sind.“

Was kosten die Kiliani-Feuerwerke tatsächlich?

Bislang ist für uns auch nicht transparent, welche Gesamtkosten mit den beiden Feuerwerken verbunden sind. Deshalb wollen wir wissen, wer die unmittelbaren Kosten trägt und welche weiteren Aufwendungen beispielsweise für Feuerwehr, Sicherheit, Reinigung oder Absperrmaßnahmen entstehen.

Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, eine Entscheidung vorwegzunehmen. Eine seriöse politische Abwägung braucht aber eine belastbare Grundlage – und dazu gehören neben Akzeptanz und Umweltwirkungen eben auch die tatsächlichen Kosten.

Drohnenshow statt Feuerwerk?

Wir möchten außerdem prüfen lassen, welche Alternativen für das Kiliani ab 2027 grundsätzlich infrage kommen könnten. Denkbar wären etwa Drohnenshows, Licht- oder Lasershows, Kombinationen verschiedener Formate oder geräuschreduzierte Pyrotechnik. Auch ein zunächst einmaliger Versuch, nur eines der beiden Feuerwerke durch ein alternatives Format zu ersetzen, soll betrachtet werden.

Andere Städte sammeln damit bereits Erfahrungen. Bei der Mainzer Johannisnacht wurde 2025 das Abschlussfeuerwerk erstmals durch eine Show mit 200 Drohnen ersetzt. Allerdings zeigt dieses Beispiel auch: Eine Drohnenshow ist nicht automatisch die günstigere Lösung. Mit rund 34.000 Euro war sie nach den Angaben in unserem Antrag etwa doppelt so teuer wie das vorherige Feuerwerk. Auch in Gemen wurde 2026 erstmals eine Drohnenshow anstelle des traditionellen Feuerwerks eingesetzt.

Erst prüfen, dann entscheiden

Unser Antrag fordert deshalb kein Verbot des Kiliani-Feuerwerks. Wir wollen Transparenz darüber, welche Rückmeldungen aus der Bevölkerung vorliegen, welche Kosten entstehen und welche technisch und wirtschaftlich sinnvollen Alternativen mittlerweile verfügbar sind.

Auf dieser Grundlage kann der Stadtrat anschließend entscheiden, ob beide Feuerwerke unverändert fortgeführt werden, ob eines davon weiterentwickelt werden kann oder ob ein neues Format einen ebenso attraktiven, aber leiseren und umweltverträglicheren Höhepunkt des Kiliani schaffen könnte. Antrag_Feuerwerk Kiliani

Am Donnerstag, 8. Oktober 2026, im Bau- und Ordnungsausschuss des Würzburger Stadtrats wurde beschlossen, unseren Antrag weiterzu verfolgen .

*KI supported