Wir setzen uns für die Einführung einer Zweitwohnungssteuer in Würzburg ein. Ziel ist es, bislang wenig genutzten Wohnraum für den Wohnungsmarkt zu mobilisieren und zusätzliche Einnahmen gezielt in die Schaffung bezahlbarer Wohnungen zu investieren. Ein entsprechender Antrag soll am 15. Oktober im Hauptausschuss des Stadtrats behandelt werden. Bezahlbarer Wohnraum ist in Würzburg knapp. Steigende Mieten …
Wir setzen uns für die Einführung einer Zweitwohnungssteuer in Würzburg ein. Ziel ist es, bislang wenig genutzten Wohnraum für den Wohnungsmarkt zu mobilisieren und zusätzliche Einnahmen gezielt in die Schaffung bezahlbarer Wohnungen zu investieren. Ein entsprechender Antrag soll am 15. Oktober im Hauptausschuss des Stadtrats behandelt werden.
Bezahlbarer Wohnraum ist in Würzburg knapp. Steigende Mieten und die hohe Nachfrage machen es insbesondere Studierenden, Familien sowie Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen zunehmend schwer, eine passende Wohnung zu finden. Für uns als SPD/Volt-Fraktionsgemeinschaft ist deshalb klar: Die Stadt muss alle verfügbaren Möglichkeiten nutzen, um bestehenden Wohnraum besser zu nutzen und neuen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Zweitwohnungssteuer soll Wohnraum mobilisieren
Mit unserem Antrag fordern wir die Einführung einer Zweitwohnungssteuer zum 1. Januar 2027. Die Höhe soll sich an vergleichbaren bayerischen Städten wie Augsburg, Fürth oder Ingolstadt orientieren.
Die Steuer soll dabei nicht nur zusätzliche Einnahmen ermöglichen, sondern auch eine Lenkungswirkung entfalten: Wer eine Zweitwohnung nur gelegentlich nutzt, könnte sich aufgrund der zusätzlichen Kosten entscheiden, diese aufzugeben oder dauerhaft zu vermieten. Dadurch könnte bislang wenig genutzter Wohnraum wieder dem regulären Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen.
Zugleich kann die Steuer einen Anreiz schaffen, den tatsächlichen Lebensmittelpunkt auch als Hauptwohnsitz in Würzburg anzumelden. Davon könnte die Stadt ebenfalls finanziell profitieren.
Zusätzliche Einnahmen gezielt in sozialen Wohnungsbau investieren
Ein zentraler Bestandteil des Antrags ist die Verwendung der Mehreinnahmen. Diese sollen gezielt dem geförderten Wohnungsbau zugutekommen, statt lediglich den allgemeinen Haushalt zu entlasten.
Denkbar sind beispielsweise der Ankauf geeigneter Grundstücke oder zusätzliche Investitionen in die Stadtbau Würzburg GmbH, um die Schaffung bezahlbarer Wohnungen voranzutreiben. Die Verwaltung soll hierzu ein entsprechendes Konzept erarbeiten.
Bereits 2020 wurde die Einführung einer Zweitwohnungssteuer in Würzburg diskutiert. Damals verwies die Stadtverwaltung insbesondere auf den hohen Verwaltungsaufwand. Angesichts der weiterhin angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt halten wir einen erneuten Anlauf für notwendig.
„Der Druck auf Wohnungsmarkt so groß ist, dass wir jedes Mittel ergreifen müssen, um Wohnraum freizumachen.“ – Alexander Kolbow, Fraktionsvorsitzer SPD/Volt & Aufsichtsratsvorsitzender Stadtbau
Für SPD/Volt steht fest: Bezahlbarer Wohnraum ist eine der zentralen sozialen Herausforderungen unserer Stadt. Eine Zweitwohnungssteuer kann ein weiterer Baustein sein, um vorhandenen Wohnraum besser zu nutzen und die Finanzierung zusätzlicher bezahlbarer Wohnungen zu stärken.
Über den Antrag berichtete auch die Main-Post am 13. Oktober 2026.



